Wiesbaden - Zeittafel

Geschichtlicher Hintergrund
mit Schwerpunkt Kur und Bäder bis 1945

Altes Rathaus mit Marktbrunnen

6 - 16 : vermutlich Genesungsbad für römische Soldaten
um 43 : Bau des Ehrenbogens des Germanicus in Mainz-Kastel (Entdeckung der Fundamente 1986)
77 : die heißen Quellen werden erstmalig von dem römischen Naturforscher Caius Plinius dem Älteren beschrieben
bis 80 : Sinter wird von den Beckenrändern der Thermalquellen abgekratzt, zu Kugeln geformt und als "Mattiakische Kugeln" nach Rom geschickt; der römische Dichter Marcus Valerius Martial empfiehlt Kugeln zum Färben und Blondieren der Haare
122 : 1. schriftliche Erwähnung der Siedlung "Aquae Mattiacorum" - (das Bad der in und um Wiesbaden ansässigen Mattiaker)
um 221 : Weihung der Jupitersäule in Schierstein (entdeckt 1888/89)
370 : Erwähnung der "Heidenmauer"; nach neuesten Erkenntnissen spielte die Heidenmauer eine wichtige Rolle bei der Reichsverteidigung und als Unterbau einer Fernleitung, die das Wasser der Kisselbachquelle im Taunus über das Wiesbadener Kastell bis zum Mainz-Kasteler Kastell weiterführte
um 828/830 : 1. Erwähnung als "Wisibada" (Bad in den Wiesen) durch Einhard, dem Biograph Karls des Großen
927 : Erwähnung von Birgidesstad/Bierstadt und einer Kirche in, damit die älteste Kirche Wiesbadens
927/928 : 1. urkundliche Erwähnung von Kloppenheim und Erbenheim
965 : Kaiser Otto der Große weiht die Stadtkirche dem Heiligen Mauritius

bis 1499

1000 : iro-schottische Mönche Missionieren geben der Gegend um Bierstadt den Namen der heiligen Birgid
1170-1180 : die Grafen von Nassau erwerben Besitz in und um Wiesbaden
1184 : Bau der Burg Frauenstein
1184 : Hoftag von Kaiser Friedrich I Barbarossa auf der Maaraue mit dem größten bekannten Ritterlager und -fest der Geschichte mit ca. 40 000 Rittern
um 1200 : Bau der Burg Sonnenberg durch die Grafen von Nassau
1215 : Gründung des Hospitals des Deutschen Ritterordens (vermutlich in der heutigen Marktstr.)
1218 : namentliche Erwähnung als Wiesbaden
1218 : Erwähnung der Armenruhmühle (älteste Mühle in Wiesbaden)
1221 : 1. schriftliche Erwähnung von Frauenstein
um 1232 Wiesbaden wird Reichsstadt
1232 : Bericht über Badewesen
1236 : Besuch von Friedrich II.
1242 : Zerstörung durch die Truppen des Mainzer Erzbischofs Siegfried III. von Eppstein
1292 : Adolf von Nassau wird deutscher König
1296 : Grundsteinlegung für das Kloster Klarenthal im Wellritztal durch Stiftung von Adolf Nassau
1298 : Gründung des Klosters Klarenthal durch den nassauischen König Adolf (bis 1370 Grabstätte für das Haus Nassau)
1356 : Erwähnung der Dietenmühle
1253 : 1. Erwähnung von Igstadt
1304 : die ersten Nonnen ziehen in das Kloster Klarenthal ein.
1318 : Schäden durch die Belagerung von Kaiser Ludwig den Bayern
1319 : Burgfriede von Frauenstein
ca. 1350 : 1. Andreasmarkt in Wiesbaden
1351 : Sonnenberg erhält die Stadtrechte
1353 : Errichtung des Zivilhospitals durch Graf Johannes Gerlach von Nassau (am Kochbrunnen bis zum Abbruch 1879)
1366 : der Kochbrunnen wird erstmals als Brühborn erwähnt
14. Jahrhundert : Berichte über Badhäuser in der der Stadt
1423 : Stadtrechte für Erbenheim
1447 : urkundliche Erwähnung des Hospitals zum Heiligen Geist
1477 : 1. Erwähnung des Stumpe Tor/Stumpfe Pforte auf dem Michelsberg
ab 1486 : Badhaus/Hotel Schwarzer Bock mit Besitzer Philipp Bock
1489 : 1. Erwähnung des Stümpertturms hinter der Marktkirche

bis 1699

1500 : die "Rose" wird als Badherberg zur Rosen erwähnt
1503 : Gefängnis im Teschen-/Tessenturm (Wagemannstr.)
1521 : 192 Einwohner
1524: der Uhrturm erhält eine Uhr und eine Feuerglocke
1525 : Erwähnung des Mersberges (später Neroberg)
1547: großer Stadtbrand
1555 : Nassau wird lutheranisch
1559 : Säkularisierung des Klosters Klarenthal
1576 : Einrichtung einer 1. Schule in Bierstadt
1610 : Fertigstellung altes Rathaus
1618 - 1648 : 30 jähriger Krieg mit Belagerung durch Truppen verschiedener Nationen
1525 : Anlage des Weinberges auf dem Neroberg
1628 : auch der Aufenhthalt von Graf Johannes Tserclaes Tilly, Oberkommandierender des kaiserlichen Herres, kann die Zerstörung Wiesbadens nicht verhindern
1547 : Graf Philippi II von Nassau-Idstein bestätigt das Recht, zwei Wochenmärkte und vier Jahrmärkte (Mittwoch nach Jubilate, Johanni, Michaeli und Andreas) abzuhalten.
1561 : ca. 36 Badhäuser
1566 : Fertigstellung Marktbrunnen
1567 : Andreasmarkt am Marktplatz / Uhrturm
1607 : Umwandlung des Klosters Klarenthal in ein Landeshospital durch Graf Ludwig II.
1629 : 915 Einwohner
1632 oder 1650 werden die Epitaphien im Kloster Klarenthal abgebaut, in der Mauritiuskirche aufgestellt und dort 1850 bei deren großem Brand 1850 zerstört
1635 : Schwedische Truppen in Wiesbaden
1647 : nur 51 Wiesbadener Einwohner überleben den 30 jährigen Krieg und die Pest
1665 bis 1667, 1711 und 1722 : Pest in Wiesbaden
1666: "Jahr der Ohnmacht" und "unheilvolles Drei-Sechser-Jahr" u.a. wegen der Pest
1672 : Johannes Graf von Nassau-Saarbrücken stellt ein "Privilegium exclusivum" für Johannes Graser aus; damit wird die "Hofapotheke" in der Marktstr./Ecke Kirchgasse gegründet (heute Schützenhof-Apotheke Langgasse)
1688 : Anlage des „Herrengartens“ (heute Friedrichstraße)
1689 : die französischen Truppen rücken bis zum Rhein vor
1690 : Errichtung der Hammermühle im Süden des Salzbachtals
ab 1690 : Erweiterung und neue Stadtbefestigung
ab 1690 : Wiederaufbau der Hammermühle und Nutzung als Getreidemühle
1691 : Großbrand von 38 Gebäuden in Bierstadt
1696 : Fürst Georg August Samuel von Nassau-Idstein beginnt mit der Erbauung des Biebricher Schlosses
1697 : ca. 17 Badhäuser
1699 : 730 Einwohner

bis 1799

1701 : Baubeginn des Biebricher Schlosses
1704 : Schließung der Mainzer Pforte (Kirchgasse/Friedrichstr.)
1706 : Einrichtung einer Manufaktur für Spiegelglas im Kloster Klarenthal
1711 : Pest in Wiesbaden
1714 : Bau der Kahle-Mühle an der Schiersteiner Str.
1720 - 1730: das englische Königshaus lässt 1000 Krüge vom Wasser der Adlerquelle liefern
1721 : Fürst Georg August Samuel stirbt an den Pocken; da er keine männlichen Nachkommen hat, erlischt damit die Linie der Fürsten Nassau-Idstein-Wiesbaden
1722 : 1.329 Einwohner / Pest wieder in Wiesbaden
1722 : Zwei tödliche Unfälle von Badegästen an Quellen
1724 : das "Rebhuhn" erhält die Funktion eines jüdischen Badhauses
1724 : Nutzung des Klosters Klarenthal als Papiermühle
1728: Hausbau in der heutigen Wagemannstr. 7 durch die norditalienische Familie Cetto (ältestes erhaltenes Wohnhaus in der Innenstadt)
1730: die Synagoge wird in die Spiegelgasse verlegt
1730 : Bau der Kapelle Alt-Klarenthal
1737 : Bau des 1. Gebäudes der Walkmühle
1744 : Fürst Carl von Nassau-Usingen verlegt die Residenz von Usingen in das fertiggestellte Schloß nach Biebrich
ca. 1730 - 1820 : Das "Rebhuhn" ist auch Sitz der Synagoge und Judenschule
1749 : Anlage der Fasanerie
ab Mitte 18. Jhd.: gemischte Kur mit Baden im Thermalwasser und Trinkkuren: Bauboom und Umbau von Badestuben, Herbergen und Hotel
1753 : Erhöhung des Uhrturmes und Bau des Marktbrunnens in derzeitiger Form
1753 : Ein Amtmann hat die Aufgabe, Bäder und Apotheken zu überprüfen.
1754 : Bau der Rokokokirche in Schierstein
1756 : Abriss der Kirche des Klosters Klarenthal
ab 1760 : Quartier von französische Truppen im Siebenjährigen Krieges in Frauenstein
1771 : das private Glücksspiel wird verboten; 1. Spielbankkonzession für Kartenspiele durch das Fürstentum Nassau-Usingen an Joseph Negrell; die Spieltische werden in verschiedenen Wirtshäusern aufgestellt; Spielverbot für Einheimische
1776 : Anlage des neuen Herrengartens vor dem Sonnenberger Tor
1776 : Bau des Jagdschlosses Platte

bis 1849

1800 : 2.239 Einwohner; die barocke Stadtmauer umschließt die Saalgasse, den Anfang der Nerostraße und den Bereich bis zur Spiegelgasse
1801-1810 : Theater im Saal des Badhauses "Zum Schützenhof"
ab 1802 : Pferdebad des Schwarzen Bocks
1803 - 1815: Die Einwohnerzahl verdoppelt sich auf 4000.
1803 : Wiesbaden wird Sitz der Staatsbehörde des Herzogtums Nassau
1803 : Ludwig Theodor Schellenberg eröffnet die 1. Buchhandlung mit Leihbibliothek
1803 : 1. Buchhandlung und Leihbibliothek in der Langgasse durch Ludwig Theodor Schellenberg
1804 : Kaiser Napoleon zu Besuch im Biebricher Schloß
1805 : "Lesemuseum" im Hotel Schützenhof
1806 : Wiesbaden wird Verwaltungszentrum des Herzogtums Nassau (bis 1866); Fürst Friedrich August von Nassau-Usingen wird erster Herzog von Nassau; Ausbau zum europäischen Modekurort
1807 : ca. 600 Familien, ca. 3000 Einwohner und 4500 Besucher jährlich
1807 : Genehmigung für die Errichtung eines Vergnügungssaals
1807 : Maskenbälle im Saal des Badhauses Schützenhof
1808 - 1810 : Bau des alten Kurhauses (Cur-Saal) mit Spielbank unter Christian Zais mit Räumen für Glücksspiel
1809 : Anlage der Nerostraße
1809 : Gründung der Wintergesellschaft als Vorläufer der Casinogesellschaft
1808 : Ludwig Theodor Schellenberg erhält das Druckprivileg für den "Herzoglich Nassauischen Landeskalender"
1809 : Bau eines Kanalnetzes zum Abfluß des Thermalwassers
1809 : Gründung einer Musterschule durch Johannes de Laspee
1809 - 1813 : Bau der Straße von Wiesbaden über Erbenheim nach Frankfurt
1810 : Theater-Neubau am Kaiser-Friedrich-Platz
1810 - 1812 : Anlage des Kurparks
1811 : Restaurationsbetrieb in der Walkmühle
1812/13 : Errichtung des "Deutsches Hauses" (heute Hotel Nassauer Hof)
1812/13 : Gründung Nassauischer Verein für Altertumskunde und Geschichtsforschung (Alterthumsgesellschaft/ältester deutscher Geschichtsverein) durch Pfarrer Christian Reinhard Luja und Hofkammerrat Christian Friedrich Habel
1813 rücken die russischen Kosaken und österreichischen Husaren bei der Verfolgung von Napoleon in Wiesbaden ein
1813 : Öffentliche Bibliothek (Vorläufer der Landesbibliothek)
1813 : Gründung des Kurhessischen Füsilier-Regimentes von Gersdorff Nr. 80
1813 : Bau des Erbprinzenpalais (heute IHK) und Schenk'schen Hauses in der Freidrichstraße (lange Polizeirevier)
1814 : Gründung der Löwenapotheke als 2. Apotheke
1814 : Besuch von Großfürstin Katharina von Russland
1814 : 1. Verfassung für das Herzogtum Nassau
1814 und 1815 : Kuraufenthalte von Johann Wolfgang von Goethe
1815/16 : Gründung der Casino-Gesellschaft
1816 : Erbprinz Wilhelm von Nassau-Weilburg wird zweiter Herzog von Nassau
1816 : ca. 10 000 Kurgäste
1817 : Marktschule
1817 : Gründung des Wiesbadener Frauenvereins
1817 : Stadtentwicklungsplan von Christian Zais "Historisches Fünfeck" (Wilhelm- ,Taunus-, Röder - Schwalbacher- und Friedrichstr./Rheinstr)
1817 : Umwandlung des barocken Schloßparks Biebrich nach Plänen von Friedrich Ludwig von Sckell in einen englischen Landschaftspark
1813/1818 : Bau des Erbprinzenpalais in der Wilhelmstraße (heute IHK) unter Christian Zais
1817 : ca. 3800 Einwohner
1819 : Heinrich Wilhelm Ritter eröffnet die 2. Buchhandlung
1820 : Herzog Wilhelm genehmigt die Satzung des Nassauischen Vereins für Altertumskunde und Geschichtsforschung
1820 : Gründung "Landwirtschaftlicher Verein im Herzogthum Nassau"
1821 : Fertigstellung des Hotels und Badehauses "Vier Jahreszeiten" unter Christian Zais
1821 : Gründung "Nassauischer Verein für Alterthumskunde und Geschichtsforschung"
1823 : Neugestaltung Kochbrunnen
1825 : Bau der "Alten-Kollonade" unter Heinrich Jakob Zengerle (heute Kurhauskolonnade)
1824 : erste Dampfschiffe legen in Biebrich an und die ersten Engländer kommen mit dem Dampfboot
1825 : Zar Alexander von Rußland zu Besuch im Biebricher Schloß
1826 : ca. 7000 Einwohner
1827 : Begründung der Nassauischen Annalen durch den Nassauischen Verein für Altertumskunde und Geschichtsforschung
1827 : Eröffnung/Umzug des "Herzoglich Nassauische Hoftheaters mit 800 Plätzen am heutigen Kaiser-Friedrich-Platz neben dem Hotel Nassau "
ab 1827: Dampfer-Linien der Cölner-Dampfschifffahrtsgesellschaft zwischen Mainz und Köln
ab 1829 Dampfer-Linien zwischen Mainz und London, damit können Touristen bequem die Bäder an Rhein, Main und Lahn erreichen
1829 : Gründung "Verein für Naturkunde im Herzogthum Nassau"
1829 : Bau einer katholischen Kirche, die jedoch 1831 kurz vor der Vollendung einstürzte
1829/30: Bau der Alten Münze am Luisenplatz (1830 - 1860 Nassauische Münze, spätere Höhere Töchterschule und Realgymnasium, heute Kulturministerium)
um 1830 : durchschnittlich 20 000 Kurgäste und damit doppelt so viele wie Einwohner kommen nach Wiesbaden
1830 : Bau der Chaussee Wiesbaden - Bierstadt
1830 : Domänenstreit zwischen Herzog und Landtag
1831 : über 700 Badekabinette (ohne Wannenbäder) und 900 Zimmer für Kurgäste
1830/31 : die Rheinschifffahrtskommission erklärt Biebrich durch die Rheinschifffahrtsakte zum Rheinhafen
1831 : Gründung einer Werkstätte für Holzblasinstrumentenbau durch Johann Adam Heckel und Karl Almenräder
1832 : nach dem Abriß des "Rebhuhns" wird das Badhaus zum Pariser Hof errichtet
1832 : Errichtung des Alten Friedhofes in der Platter Straße
1832/33 : Sir Francis Head besucht u.a. Bad Ems, Nassau, Schwalbach, Niederselters und Wiesbaden und verfasst später den Reiseführer "Bubbles from the Brunnens of Nassau by an Old Man" , wodurch die Besucherzahl aus England, Holland und Belgien steigt
1834 : Antoine Chabert erwirbt das Glücksspielmonopol im Herzogtum Nassau (mit Bad Ems, Wiesbaden, Schangenbad und Schwalbach)
1835 : das Landwirtschaftliche Institut zieht unter Wilhelm Albrecht von Idstein nach Wiesbaden in den Alten Hof Geisberg
1835 : Gründung einer Kleinkinderbewahranstalt durch den Jungfrauen- und Mädchenverein
1836 : Eröffnung der Orthopädischen Heilanstalt in Wiesbaden unter Leitung von Dr. Johann Baptist Carl Crevé mit 33 Zimmern und 50 Betten (heute Statistisches Landeshamt Rheinstraße 35)
1836 : Gründung des Taunuseisenbahn-Komitees
1837 : Gründung der Hirschapotheke als 3. Apotheke
1837/42 : Bau des Stadtschlosses (heute Landtag)
1837/38 : Der Herzog von Cambridge, der Kronpring von Schweden und der Herzog von Württemberg wohnen im Hotel Vier Jahreszeiten
1838 : Lohmühle im Nerotal (heute Beausite)
1838/39: die Niederländische Gesellschaft errichtet eine Anlegestelle für Dampfschiffe in Biebrich
1838 : Wiesbaden wird zur Residenz und zur Landeshauptstadt (bis 1866) erklärt
ab 1838 : Zollamt in Biebrich
1839 : Herzog Adolph von Nassau wird dritter Herzog von Nassau
1839 : Tuchfabrik Löwenherz im Nerotal (ab 1851 Nutzung zu Kurzwecken)
1839 : Bau der Theater-Kolonnade
1840 : Einweihung der Taunusbahn (Bahnverbindung Wiesbaden-Frankfurt) als eine der ersten Bahnverbindungen in Deutschland und des Taunus-Bahnhofes (Gelände heutige Rhein-Main-Halle)
1840 : ca. 12 000 Einwohner und ca. 40 000 Kurgäste; der Begriff Weltkurstadt kommt auf
1840 : Gründung der Herzoglich Nassauischen Landeskreditkasse (später Nassauische Landesbank / Nassauische Sparkasse)
ab 1840 : Ärzte raten zu Molke, Kuh-, Ziegen- oder Eselmilchkuren; vom Herzogtum in Auftrag gegebene Analysen empfehlen die Wiesbadener Thermen bei Gicht, Rheuma und Hautkrankheiten; 
1841 "Mainzer Nebeljungenstreich" - Blockade der Biebricher Hafenzufahrt mit Bruchsandsteinen
1841/42 : der englische Maler George Barnard besucht Wiesbaden und die anderen nassauischen Bäder
1842 : Errichtung des Nerobergtempels unter Philipp Hoffmann
1842 : Bau der Schule in der Lehrstraße (heute Anton-Gruner-Schule)
1841/43 : Bau des Paulinenschlösschens unter Theodor Goetz als Witwensitz für Herzogin Pauline und ihre Kinder
um 1883 : Bezeichnung Wiesbadens als Stadt mit "Europäischem Ruf"/"Weltruf"
1843 : Gründung des Verschönerungsvereins
1843 : Gründung des Wiesbadener-Bürger-Corps
1844 : nach der Trauung im Januar in St. Petersburg werden Herzog Adolph und Herzogin Elisabeth im März mit einem 5-tägigen Fest in Wiesbaden empfangen
1844 : als 1. Wiesbadener Zeitung erscheint das Wiesbadener Wochenblatt
1845 : "The brunnens of Nassau and the River Lahn" von George Barnard erscheint, wodurch die Besucherzahl aus England, Holland und Belgien steigt
1845 : Herzogin Elisabeth stirbt im Januar kurz nach der Entbindung eines Kindes
1846 : Gründung TuS Eintracht Wiesbaden 1846
1847 : Antoine Chabert tritt die Spielbankkonzession an Anton Gutz ab
1848 : Carl Remigius Fresenius gründet ein chemisches Laboratorium in Wiesbaden (heute Institut Fresenius in Taunusstein-Neuhof)
1848 : Gaslaternen kommen in die Stadt
1848 : Gründung der "Nassauischen Allgemeinen Zeitung" durch August Emil Schellenberg
1848 : Gründung des Cäcilienvereins (seit 1937 Chor der Stadt Wiesbaden)
1849 : Weihe der Bonifatiuskirche
1849 - 1855 : Bau der Russischen Kapelle auf dem Neroberg unter Philipp Hoffmann als Grabkirche für Herzogin Elisabeth und deren Kind
ab 1849 : Untersuchungen und Analysen der Mineralquellen des Herzogtums Nassau durch Carl Remigius Fresenius

bis 1899

1850 : Die Mainzer Straße erhält ihren neuen Namen.
1850 : Andreasmarkt im Bereich Neugasse/Kirchgasse
1850 : Umwandlung der Lohmühle im Nerotal in eine Kaltwasseranstalt (heute Beausite)
1850 : 1. Kappenfahrt (Fastnachtsumzug) in Wiesbaden
1850 : Brand der Mauritiuskirche wegen Spenglerarbeiten
1850 : Aufstellung der Hygieia-Gruppe am Kranzplatz (heute Gesundheitsbad Aukamm)
1850: der Mühlweg wird in Mainzer Straße umbenannt
1850 : Johann Jacob Höppli gründet in der Wörthstraße 4–6 seine „Thonwaaren und Fayencen-Fabrik“,
1850 – 1860 : Anlage des Kurparks als englischer Garten durch Karl Thelemann
1851 : Umbau der Tuchfabrik Löwenherz im Nerotal in eine Kaltwasseranstalt
1851 : Carl Boos erhält den Auftrag für den Neubau einer evangelischen Hauptkirche mit 1800 Plätzen (Marktkirche)
1851 : Der Nassauische Verein für Altertumskunde und Geschichtsforschung führt die Sektionen Römische Altertümer und Sigelkunde und Denkmäler des Mittelalters
1852 : das Wiesbadener Tagblatt entsteht aus dem Wiesbadener Wochenblatt und der Nassauischen Allgemeinen Zeitung unter August Emil Schellenberg
ab 1852 : Auftauchen des Zusatzes Weltkurstadt
1853 - 1862 : Bau der Marktkirche unter Carl Boos
1854/56 : Bau der Villa Rheinhütte als Verwalter- und Direktorenhaus (heute Rheingaustr. 107)
1855 : 1. Pläne zur Umgestaltung des Kochbrunnenplatzes
1855 : Weihung der russischen Kirche
1856 : Anlage des russisch-orthodoxer Friedhof bei der russischen Kirche
1856 : Begründung der Augenheilanstalt durch Alexander Pagenstecher
1856 : Stadtentwicklungsplan von Carl Boos mit Villenvierteln im Norden und Osten , die bevorzugter Wohnsitz von Rentiers aus ganz Deutschland werden.
1856 : Entwurf der Brunnen auf dem Bowling Green durch Theodor Goetz entworfen und Bau durch den Bildhauer J.J. Gerth
1856 : Einweihung Rheinbahnhof an der Rheinbahnstrecke Richtung Rüdesheim (bis zum Bau der Rhein-Main-halle 1960 in der Nähe zum Taunusbahnhof, "Rheinbahnstraße")
1856 : Die ersten drei Ordensschwestern der "Armen Dienstmägde Jesu Christi" (ADJC) kommen aus Dernbach/Ww. nach Wiesbaden, um arme, alte und kranke Menschen zu pflegen.
1856 : Einrichtung einer Mägdeherberge in einem Hinterhaus der Schwalbacher Straße mit Hilfe einer Stiftung aus dem Nachlass von Herzogin Pauline ("Paulinenstift", später in der Stiftraße, Helenenstraße, Schiersteiner Straße).
1857 : Wiesbaden wird als "Weltbad" bezeichnet
1857 : Beginn der Restauration im Beausite im Nerotal
1857 : Eröffnung der Bahnstrecke Wiesbaden-Rüdesheim (Rheinbahn)
1857 : Gründung der "Nassauischen Rheinhütte-Gesellschaft" als Hochofenwerk
1858 : Gründung der "Landwirtschaftlich-Chemischen Fabrik und Leimfabrik" zur Herstellung künstlichen Düngers in Biebrich durch Heinrich Albert
1858 : 3. mittelrheinisches Musikfest in Wiesbaden
1858 : Bau des Schiersteiner Winterhafens (u.a. Rückzugsort der Rheinschiffer im Winter)
1859 : Gründung Cafe Maldaner in der Friedrichstra0e 5
1859 : Fertigstellung des Schiersteiner Hafens (u.a. Sammelplatz von Flößen)
1859 : Gründungsjahr des organisierten Wiesbadener Karnevals
1859/60 : Übergabe Parkanlage Warmer Damm
1860 : ca. 25 000 Kurgäste
1860 : Bau einer Schutzhütte auf dem Schläferskopf
1860 : Anlage Volks- und Turnplatz Unter den Eichen im ehemaligen herzoglichen Jagdrevier
1860 : Ansiedlung des Wasser- und Schiffahrtsamtes im Schiersteiner Hafen
1860 : Produktion von Metallkapsel und Stanniolverpackungen Albert Flach (seit 1907 auch mit Niederlassung in Dotzheim)
1860 : Gründung des Vorschuss- und Kreditvereins für die Stadt Wiesbaden (heute Wiesbadener Volksbank)
1860 : Gründung des Wiesbadener Schützenvereins
1861 : Umwandlung des Hochofenwerkes der "Nassauischen Rheinhütte-Gesellschaft" in eine Eisengießerei
1861 : Umzug der "Landwirtschaftlich-Chemischen und Leimfabrik" von Eugen und Heinrich Albert nach Amöneburg
1861 : Der Nassauische Verein für Altertumskunde und Geschichtsforschung gründet die Sektion für Landesgeschichte
1861 : Anlage des Warmen Damms als Landschaftsgarten
1861 : Gründung der nassauischen Blindenanstalt Wiesbaden
1862 : Einweihung des "Nassauer Landesdoms" (Marktkriche) mit Herzog Adolph
1862 : Im September besucht Dostojewski die Spielbank zum ersten mal
1862 : Richard Wagner wohnt im Sommer in Biebrich; er plant den Bau einen Opernhauses zwischen Wiesbaden und Biebrich
1862 : Carl Heinrich August Wuth gründet in Biebrich die "Brauerei zum Taunus"
1862 : Gründung der ältesten Wiesbadener-Carneval-Gesellschaft "Sprudel" durch Kurdirektor Ferdinand Hey'l
1862 : Verleihung der Körperschaftsrechte an das "Filialinstitut der Armen Dienstmägde Jesu Christi" (ADJC)/Betrieb des Hospizes zum Heiligen Geist (Friedrichstraße)
1862 : Gründung der Taunus-Brauerei in Biebrich, später als Wutsch'schen Brauerei in der Mainzer Straße
1863 : Gründung der Adlerapotheke als 4. Apotheke
1863 : Gründung einer Farbstofffabrik zur Herstellung von Anilin-Farben in Biebrich durch Wilhelm Kalle
1863 : Carl Theodor Wagner verlagert seine Uhhhhrenmanufaktur nach Wiesbaden
1863 : Gründung der "Portland-Cement-Fabrik Dyckerhoff & Söhne" durch Wilhelm Gustav Dyckerhoff und seinen Söhnen
1863 : 1. Mittelrheinisches Bundesschießen auf dem Volks- und Turnplatz Unter den Eichen
1864 : Umbenennung des Vorschuss- und Kreditvereins für die Stadt Wiesbaden in "Vorschussverein zu Wiesbaden" (heute Wiesbadener Volksbank)
1864 : Johann Jacob Söhnlein gründet in Wiesbaden-Schierstein die Rheingauer Schaumweinfabrik
1865 : Eugen Dyckerhoff und Gottlieb Widmann gründen eine Zementwarenfabrik
1865 : Bau der englischen Kirche St. Augustine of Canterbury
1865 : Fjodor M. Dostojewskij soll auf einen Schlag 3000 Goldmark in der Spielbank Wiesbaden verloren haben
1865 : Errichtung des Waterloo-Obelisks auf dem Luisenplatz
1865 : der Dirigent Wilhelm Freudenberg gründet das nach ihm benannte Konservatorium
1865 : Dostojewski besucht die Spielbank zum 2. Mal und verliert seine Reisekasse; in nur 26 tagen verfasste er sein Buch "Der Spieler".
1866 : Hessen-Nassau wird preußische Provinz und Wiesbaden wird Sitz eines Regierungspräsidenten; Herzog Adolph von Nassau verliert seinen Thron
1866 : Andreasmarkt auf dem Luisenplatz
1868 : Einweihung der Oranienschule als Königlisches Gymnasium zu Wiesbaden
1868 : Anlage von Eisweiher und Eiskeller zur Eisgewinnung im Nerotal (bis 1899)
1868 : Der Sekt der Rheingauer Schaumweinfabrik erhält, angeregt durch Johann Jacob Söhnleins Freundschaft mit Richard Wagner, den Namen Rheingold.
1868 - 1871: Bau Wilhelm Heilanstalt beim Stadtschloß nach Plänen von Philipp Hoffmann
1869 : Übernahme Eisengießerei "Nassauische Rheinhütte" in Biebrich durch Ludwig Beck
1869 : Bau der Synagoge auf dem Michelsberg im maurischen Baustil unter Philipp Hoffmann
1870 : Einführung der Kurtaxe
1870 : 33.339 Einwohner und ca. 60 000 Kurgäste
1870 : Bau des Brunnens in der Mitte der Adolfsallee
1872 : Bau der späteren Villa Beck durch Hubertus Kreitz (Rheingaustr. 138)
1872 : Friedrich Adolph Müller gründet das Institut für künstliche Augen in der Taunusstraße
1872 : Reichsgesetz zur Schließung der Spielbanken
1872 : Gründung des Volksbildungsvereins
1872/73 : die Stadt übernimmt die öffentlichen Kureinrichtungen vom Staat
1872 - 1876 : Bau des Hauses Wörthstr. 4 - 6 durch Johann Jacob Höppli zum Betrieb des „Thonwaaren und Fayencen“-Fabrik Höppli" (Fabrik bis 1910)
1872 : 25jähriges Fahnenjubiläum des TuS Eintracht Wiesbaden 1846 mit Feier auf dem Schillerplatz und Volksfest Unter den Eichen
1872 : Gründung der Metallkapsel- und Stanniolverpackungen durch Georg Pfaff
1872 : Das Casino schließt wird erst 1945 wieder eröffnet.
1873 : Wiesbadener Brotkrawall
1873 : Abriss des Uhrturms (Stadttor) in der Marktstraße
1873 : Brotkrawall/Tumulte nach Drohbriefen wegen Brot- und Bierpreisen
1873 : Gründung Städtisches Cur- und Sinfonieorchester (u.a. aus Mitgliedern des Musiker des 2. Nassauischen Infanterie-Regimentes)
1873 : Besuch von Nasreddin Schah in Wiesbaden
1874 : Einweihung Kriegerdenkmal Schiersteiner Str.
1874 : Errichtung des Gesellschaftsgebäudes der Wiesbadener Casinogesellschaft (u.a. Herzog-Friedrich-August-Saal)
1875 : Pferdebahn u.a. in der Rheinstraße und Bahnhof - Beausite
1875–1888 : Bau des Münzbergstollens (2,9 km)
1875 : Friedrich Adolph Müller zieht mit seiner Firma F. Ad. Müller Söhne, Atelier für künstliche Augen nach Wiesbaden um
1875/1876 : Einweihung der Gebäude der Volksbank und Casinogesellschaft in der Friedrichstraße
1876 : Aufnahme der ersten Patienten im St. Josefs-Hospital/Filialinstitut der Armen Dienstmägde Jesu Christi in der Friedrichstr. (Gebäudeabriss 1968)
1876 : Vorläufer der Wiesbadener Volksbank bezieht das Gebäude am heutigen Schillerplatz
1876 - 1879 : Bau der der Bergkirche im neugotischen Stil
1877/78 : Eröffnung des Nordfriedhofes
1878 : Kiesabbau und Baustoffhandel der Firma Menz in Kastel
1878 : Café Blum wird königlicher Hoflieferant
1878/79 : Gründung von Linde's Eismaschinen AG in Wiesbaden durch Carl Paul Gottfried von Linde
1879 : Eröffnung der Städtischen Krankenanstalten in der Platter Straße (Erweiterung 1907/09)
1879 : Bau der Ländchesbahn nach Niedernhausen und des Ludwigsbahnhofes in der Villa Mons (Bankiersvilla auf dem Gelände des heutigen Landesmuseums) für die Züge aus Darmstadt und Mainz
1879 :Tonkünstlerversammlung des Allgemeinen deutschen Musikvereins (auch 1889 und 1935)
1879 : Gründung des Wiesbadener Stenographenvereins
1879 : Bau der Bergkirche
1880 : Bau der Bürgerschützenhalle (Schießhall)
1881 : Eröffnung des Neroberghotels
1881 : Herausgabe des Buches "Die Trinkkur in Wiesbaden" von Dr. Emil Pfeiffer
1882 : Andreasmarkt in der Rheinstraße
1882 - 1884 : Bau der städtischen Schlachthaus- und Viehhofanlage in Höhe der Mainzer Str. 75 (Schließung 1991/92)
1882 : Die Rheinhütte gießt Maschinen- und Rohrteile für Kalle, Albert und Dyckerhoff
1882 : Gründung des "Congresses für Innere Medizin" durch die Professoren Eugen Seitz, Adolf Kußmaul, Ernst von Leyden und Karl Gerhardt (ab 1920 Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin) als 1. Internisten-Kongress in Wiesbaden; zu den Initiatoren gehörte auch Dr. Emil Pfeiffer
1882 : Bau der Villa Clementine (heute Literaturhaus)
1882 : Josephs Hospital an der Frankfurter Str. als Außenstelle des Hospitals zum Heiligen Geist
1883 : Einweihung des Holzturms auf dem Schläferskopf
1883 : das Feldartillerieregiment Nr. 27 wird Division und gilt als Elitetruppe (Kaserne an der Schwalbacher Str.)
1883/1884 : Johannes Brahms komponiert seine „Wiesbadener Symphonie“
1884 : Bau des Hospitals zum Heiligen Geist in der Friedrichstraße (Abriß 1968 - heute Roncalli Haus)
1884 : Bau der orthodoxen-jüdischen Synagoge in der Friedrichstraße (1966 durch Neubau ersetzt)
1884 - 1886 : Bau der Turnhalle des TV Biebrich
1884 : 15. Mittelrheinisches Turnfest auf dem Turn- und Festplatz/Bau einer Festhalle mit 2600 Sitzplätzen und 2000 qm Grundfläche Unter den Eichen
1885 : Bau der Theodor-Heuss-Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden
1885 : Typhusepidemie durch verunreinigtes Wasser und Auftrag an den Ingenieur Josef Brix zum Entwurf eines Generalentwässerungsplanes
1885 : Beginn der Cellulose-/Papierproduktion in Kostheim unter Hubert Anton Ditsch
bis 1886 : Bau der Staustufe Kostheim
1887 : Bezug des unter Hauberisser erbauten neuen Rathauses
1887 : Erweiterung ces des Neroberghotels und Bau des Aussichtsturms
1887 : Bau des Quelltempels für den Kochbrunnen
1887 : Sitz der Wiesbadener Kronen-Brauerei mit Sitz an der Sonnenberger Str.
1888 : Sitz der Germania-Brauerei an der Mainzer Str.
1888 : ca. 60 000 Einwohner
1888 : Bau der Nerobergbahn
1888 : Gründung der Germania-Brauerei in der Mainzer Str. (Abriss 1993)
1888 : das Musik-Pädagogium wird gegründet (Vorläufer der Musik- und Kunstschule)
1888/89 : die römische Jupitersäule wird im Schiersteiner Hafen gefunden
1888 : Heinrich Spangenberg gründet das Musik-Pädagogikum in der Taunusstr. (später Wilhelmstr. und Bodenstedtstr.)
1889 : 1. Rheinterassen in Biebrich
1889 : Eröffnung der Bahnstrecke nach Langenschwalbach und Bau des Bahnhofes und der Güterhalle Dotzheim
1889 - 1899 : Dampfstraßenbahn zwischen dem Biebricher Rheinufer und Wiesbaden-Nerotal (Beausite)
1889 : Ratsbeschluß zum Kanalisationsbau
1889 : Bericht von Dr. Emil Pfeiffer über eine fieberhafte Erkrankung mit Lymphknotenschwellung im Halsbereich, die später den Namen "Pfeiffersches Drüsenfieber" erhielt
1890 : Herzog Adolph wird Großherzog von Luxemburg
1890 : 1. Überlegungen zu einer Parkanlage im Nerotal
1890 : mehr als 100 000 Kurgäste
1890 : Bau der Kurwandelhalle (Saalgasse)
1892 : 2. Schauspielhaus im Tanzlokal Kaisersaal Bahnhofstr. (1895 weitergeführt von Carl Hermann Rauch als Residenztheater)
1892 : Einweihung des St. Josefs-Hospitals am Langenbeckplatz - das alte Haus in der Friedrichstraße wird zum Hospiz zum Heiligen Geist für Patienten mit inneren Leiden und Kürgäste
1892 : Die Vaselinefabirk und Mineralölraffinerie von Dr. Th. Steinkauler verlegt ihren Sitz nach Biebrich
1894 : Renovierung des Bierstadter Wartturms
1894 : Kaiser Wilhelm II. kommt erstmals nach Wiesbaden. Seine Besuche unterstreichen Wiesbadens Bedeutung als Kur- und Rentierstadt.
1894 : Eröffnung des neuen königlichen Theaters und Gründung der Staatskapelle
1894 : Einweihung der Ringkirche
1894 : 1. Wiesbadener Denkmal für Friedrich von Bodenstedt (1936 Versetzung in die Neroparkanlage)
1895 : Umwandlung der Fa. Albert in eine AG
1895 : Bau des Kaiserhofes und Augusta-Victoria Bades, des 1. öffentlich zugänglichen Hallenbades (zerstört im 2. Weltkrieg)
1895 - 1902 : Bau des Schlachthofes unter Felix Genzmer
1894 : Einweihung Denkmal Kaiser Wilhelm I am Warmen Damm
1894 : Henkell & Co bietet den Sekt als "Henkell trocken" an
1896 : Einweihung des Saals im „Gasthaus zum Löwen“ Erbeheim
1896–1910 : Bau Schläferskopfstollen (2,8 km)
1896 : Carl Herman Rauch wird Direktor des Residenztheaters (Resi) in der Bahnhofstr. 20
1896 : 1. Kaiserfestspiele im Theater auf "allerhöchstem Befehl" Kaiser Wilhelms II. (bis 1914; 1928 Wiederaufnahme als Maifestspiele und Fortführung bis 1939; ab 1950 Internationale Maifestspiele)
1892 - 1996: Kauf und Bau des neuen Paulinenstiftes an der Schiersteiner Str. und Erweiterung zu einem Mutterhaus
1896/97 : Bau des Wasserturms Biebrich als Trinkwasserspeicher und Aussichtsturm unter Stadtbaumeister Thiel
(Rudolf-Vogt-Str./42,5 m hoch)
1896 : Eröffnung der 1. elektrisch betriebenen Pferdebahn (Walkmühllinie/spätere Linie 3)
1896 - 1900 : Pferdebahn, Dampfstraßenbahn und elektrische Bahn Bahnhof - Walkmühlstr
1897 : Fa. Rossel, Schwarz und Co stellt ab 1897 orthopädische Apperate in Dotzheim her
1897 : Otto von Ebmeyer wird als Kurdirektor Nachfolger von Ferdinand Hey'l
1897 - 1898 : Bau der Neroparkanlage im englischen Landschaftsstil u.a. mit 6 Brücken, 180 Baum- und Straucharten und Kleinbauten wie z.B. neobarocke Treppenanlage mit Nerotalquelle (Park seit 1985 unter Denkmalschutz)
1897 - 1899 : Veränderungen am Neroberghotel und dessen Turm unter Felix Genzmer
1897 : Enthüllung des Kaiser-Friedrich-Denkmals am Nassauer Hof
1897 : Errichtung des Wasserturm auf der Adolfshöhe zur Wasserversorgung der höher gelegen Teile Biebrichs
1897 : Fertigstellung und Einweihung Land- und Amtsgericht
1897 : Gründung der Milchkuranstalt auf der Adolfshöhe durch Carl Wagner (später Milch-Kuranstalt Kurpark Parkstraße)
1897 - 1900: Satirische Zeitschrift "Die Wäschbitt" herausgegeben durch Franz Bossong
1898 : Albert Fuchs übernimmt das Konservatorium (Fuchssches Konservatorium für Musik) in der Rheinstr.
1898 : Übergabe Parkanlage Nerotal
1898 : Gründung Konditorei-Café Kunder
1898 : Einweihung Bismarckdenkmal am Bismarckplatz (seit 1966 in Neroparkanlage)
1898 : Der Nassauische Verein für Altertumskunde und Geschichtsforschung übergibt seine Bibliothek mit ca. 5000 Bänden der Landesbibliothek
1898 - 1901 : Errichtung Grandhotel Rose
1899 : Erneute Ausrichtung des Mittelrheinischen Turnfestes auf dem Turn- und Festplatz Unter den Eichen
1899 : Streik der Bäckergesellen
1899 : Eröffnung des Teppichgeschäftes von Kalil Michel (bis heute Teppich Michel)
1899 : Andreasmarkt im Westend
1899 : Die Stadt erwirbt das "Badhaus zum Adler" und den angrenzenden "Goldenen Brunnen" zum Bau der Kaiser-Friedrich-Therme.
1899 : Einführung der Linie 2 als Pferdebahn
1899–1906 : Bau Kellerskopfstollen (4,3 km)

bis 1945

1900 : Eröffnung Café Orient Unter den Eichen
1900 : 86.086 Einwohner
1900 : die elektrische Straßenbahn löst die Dampfstraßenbahn und Pferdebahn ab
1900/06 : Bau des Wasserwerks Schierstein
1900/1 : Neue Ausmalung des Kirchenraumes der Marktkirche
1900/1 : die Stadt erwirbt das Weinberggelände am Neroberg
1901–1907 : Bau Kreuzstollen (1,5 km)
1901 : Einweihung des Lyzeums I am Schloßplatz als höhere Mädchenschule unter Felix August Helfgott Genzmer
1901 : Bezug der neuen Feuerwache in der Neugasse
1902 : Eröffnung Theaterfoyer nach Entwurf von Felix August Helfgott Genzmer
1902 : Die Deutsche Bank errichtet als erste deutsche Großbank in Wiesbaden einen Bau für Ihre "Depositenkasse".
1902 - 1907 : Bau des neuen Kurhauses unter Professor Friedrich Ritter von Thiersch; das Palais "Pauline" dient als Ausweichquartier während der Bauzeit
1902-1904 : Fritz Kunder erfindet "Original Kunders Wiesbadener Ananastörtchen" und meldet ein Warenzeichen beim kaiserlichen Patentamt an
1903 : Begegnung zwischen Kaiser Wilhelm II. und Zar Nikolaus II. in Wiesbaden
1903 - 1906 : Friedrich Wilhelm Söhnlein läßt die Villa Söhnlein-Pabst in der Paulinenstr. bauen ("Weisses Haus")
1903: Einweihung des Römertors nach Entwurf von Felix August Helfgott Genzmer
1904 : Im Paulinenstift arbeiten 60 Schwestern.
1904 : die Farbwerke Kalle werden AG
1904 - 1905 : Neubau der Augenheilanstalt unter Adolf Pagenstecher
1904 : Einweihung der Eisenbahnbrücke Mainz-Wiesbaden durch den Kaiser (Kaiserbrücke)
1904 : Eröffnung des Kaufhauses Blumenthal
1904 : Vorstellung des ersten Heckelphons in Bayreuth durch Wilhelm Heckel
1904 : Baubeginn für den Tattersall mit Abstellplätzen im Erdgeschoß, Pferdeboxen im 1. Stock und der Reithalle im 2. Stock (heute Gemeinschaftszentrum)
1904 : Bau von Schloß Freudenberg als Palais für ein Künstlerpaar
1904 : Einweihung des Polizeipräsidiums in der Friedrichstraße
1905 Bau einer Brauerei durch Carl Wuth (später Taunusbrauerei; heute IMK Erbenheimer Weg)
1905/07 : Abriß Kaltwasseranstalt und Neubau Kurhotel Bad Nerotal (heute Thalhaus)
1905 : Eröffnung des Güterbahnhofes an der Dotzheimer Str. und des Stückgutbahnhofes am neuen Hauptbahnhof
1905 : Einweihung der Oranier-Gedächtniskirche in Biebrich durch Kaiser Wilhelm II und Kaiserin Auguste Viktoria
1905 : Einweihung Schillerdenkmal an der Theatersüdseite und Denkmal für Gustav Freytag im Kurpark
1905 : 2. Rheinterrassen in Biebrich
1905 : Eröffnung der Ober-Realschule am Zietenring (heute Leibnizschule) nach Entwurf von Felix August Helfgott Genzmer
1905 : Wiesbaden wird Großstadt mit mehr als 100 000 Einwohnern und überschreitet damit die Grenze zur Großstadt, hat ca. 200.000 Kurgäste und wird um die Jahrhundertwende als als Nizza des Nordens bezeichnet.
1905 : 208 Familien haben jährliche Einkünfte bis zu 2 Millionen Goldmark.
1906 : Einweihung Kaiser-Wilhelm-Turm auf dem Schläferskopf
1906 : Einweihung der Wuthschen Brauerei am Erbenheimer Weg als Taunus Brauerei (bis 1928)
1906 : Erweiterung der Städtischen Krankenanstalten
1906 : Einweihung der Wartburg als Sängerheim des Wiesbadener-Männer-Gesangvereins
1906 : Einweihung des neuen Hauptbahnhofes mit Baukosten von 21 Millionen Goldmark, der die drei bisherigen Bahnhöhe ersetzte
1906: Einweihung des Frachtgutbahnhofes West (später Güterbahnhof West)
1906 : Bau der Villa Söhnlein / "Kleines Weißes Haus"
1906 : Umgestaltung des Bäckerbrunnens
1906 : Eröffnung einer chirurgischen-orthopädischen Privatklink durch den Arzt Paul Guradze in der Mainzer Str. 3 (1923 Übernahme durch den Orthopäden Josef Borggreve; 1973 Umzug und Neueröffnung als Aukammklinik)
1906 : Einweihung Schläferskopfturm (Wirtschaftsgebäude 1908)
1906 : Eröffnung der Straßenbahn nach Dotzheim und Erbenheim
1907: Einweihung eines Fürstenbahnsteigs mit speziellen Räumen am Hauptbahnhof u.a. wegen der regelmäßigen Besuche von Kaiser Wilhelm II
1907 : Umbenennung in Schützenhofapotheke, da Polizei und Registergericht die Verwendung der Bezeichnung "Hofapotheke" und des Namens "Lade" untersagen.
1907 : Eröffnung des Kinder- und Säuglingheimes des Paulinenstiftes (bis 1969)
1907 : Eröffnung des 122 km langen Kanalnetzes (heute über 800 km)
1907 : Fertigstellung der Söhnlein-Villa in der Paulinenstraße als Geschenk von Friedrich Wilhelm Söhnlein für seine Frau Emma Pabst
1907 : Einweihung des neuen Kurhauses durch Oberbürgermeister Carl von Ibell und Kaiser Wilhelm II
1907 : ca. 180 000 Kurgäste
1907 : Eröffnung der Kurklinik "Bad Nerotal", heute Thalhaus
1907 : Büste für Ferdinand Hey'l im Kurpark
1907 : Bau der Mittelschule für Kanben (heute Riederbergschule)
1907 - 1909 : Bau der Sektkellerei Henkell unter Otto Heinrich Adolf Henkell zwischen Biebrich und Wiesbaden
1908 : Einweihung Denkmal Wilhelm I. von Nassau-Oranien vor der Marktkirche
1908 : In Wiesbaden sollen ca. 400 pensionierte Offiziere und 250 Millionäre wohnen.
1908 : Gustav Mahler und Richard Strauß dirigieren im Kurhaus
1909 : Mit über 200 000 Kurgästen hat Wiesbaden die höchte Zahl aller deutschen Kurorte.
1909 : Bau von Wirtschaftsgebäuden auf dem Schläferskopf
1909 : Einweihung Kriegerdenkmal im Nerotal für die Gefallenen der im Krieg 1870/71 Gefallenen der Nassauischen Infanterie Regimenter 87 und 88
1909 : Bau des Nassauischen Landesdenkmals an der Biebricher Allee zur Erinnerung an Herzog Adolph von Nassau, dem letzten Herzog von Nassau und 1. Großherzog von Luxemburg
1909 : Zusammenführung des Wiesbadener-Bürger-Corps und Wiesbandener Schützenvereins zur Wiesbadener Schützengesellschaft
1909 : 1. Gewerbeausstellung nach mehr als 40 Jahren Pause
1909 : der Zeppelin II über Wiesbaden; das Luftschiff Parseval landet in Wiesbaden
1909 : Ausstellung für Handwerk, Gewerbe, Kunst und Gartenbau am neuen Hauptbahnhof mit über 1,25 Millionen Besuchern von Mai bis September
1909 : Neubau der Schellenberg'sche Hofdruckerei in der Langgasse (Pressehaus)
1909 : Brahmsfest mit Besuch von Kasier Wilhelm II. und Zar Nikolaus II.
1909 : Eröffnung des neuen Gebäudes der Sektkellerei Henkell
1909 : Gründung des Vereins für Krüppelfürsorge u.a. durch Elisabeth König, Dr. Alfred Stein, Dr. Paul Guradze
1910 : Andreasmarkt erstmals auf dem Elsässer Platz
1910 : Henkell & Co ist Marktführer für Sekt
1910 : Sport- und Spielabteilung im TuS Eintracht Wiesbaden 1846 mit Sportplatz Unter den Eichen
1910 : 109.002 Einwohner
1910 : Eröffnung der Wiesbadener Pferderennbahn in Erbenheim
1910 : Bau des neuen Residenztheater (Resi) in der Luisenstraße unter der Leitung von Carl Herman Rauch
1910 : Errichtung des Igstadter Wasserturms
1911 : Einweihung der Lutherkirche
1911 - 1913 : Bau des Neuen Schützenhauses an der Fasanerie
1912: Christian Kreussler gründet eine Firma zur Herstellung von Textilfarbstoffen (heute Kreussler Pharma)
1912 : 2. Brahmsfest der Deutschen Brahms-Gesellschaft in Wiesbaden
1912 : Carl Schuricht wird Leiter des Städtischen Cur- und Sinfonieorchester (ab 1923 Generalmusikdirektor)
1913 : Eröffnung der Kaiser-Friedrich-Therme als städtisches Bade- und Kurmittelhaus auf dem Gelände des ehemaligen Badhotels "Zum Adler" und zum "Goldenen Brunnen"
1913 : 192 108 Kurgäste (Rekordzahl)
1913 : "Gründung der "Blauen Kurautobusse"
1913: Eröffnung der Landesbibilothek
1913 : Ende der Amtszeit des 30 Jahre regierenden Oberbürgermeisters Ibell
1913 : Herausgabe der Nassauischen Heimatblätter durch den Nassauischen Verein für Altertumskunde und Geschichtsforschung
1914 : Eröffnung des Thalia-(Film)-Theaters
1914 : 1. Motorspritze für die Feuerwehr
1914 : Letzter Maibesuch Kaiser Wilhelms II.
1914 : Verabschiedung der Soldaten der Wiesbadener Garnison im Hauptbahnhof
1914 - 1918 : Wiesbaden verliert seine Bedeutung als „Weltkurstadt"; Kurgäste sagten Ihren Aufenthalt ab, ausländische Kurgäste werden ausgewiesen; Gäste verlassen die Stadt; das Militär übernimmt Hotels, Schulen und Gasthäuser; in den städtischen Krankenanstalten wird ein Teillazarett eingerichtet; Hotels, Bäder, Sanatorien werden zu Lazarettzwecken genutzt; am Hauptbahnhof werden Baracken errichtet; an der Frankfurter Straße wird ein Krankenhaus eingerichtet; Unter den Eichen und im Biebricher Schloß befinden sich Kriegslazarette; Kinderfürsorge durch das Rote Kreuz; Einrichtung von Milchküchen und Kriegskinderküchen; Kinderlandverschickung; fast 80 000 verwundete Soldaten werden vom Roten Kreuz vom Wiesbadener Hauptbahnhof in Krankenhäuser und Lazarette eingewiesen
1915 : Bezug des neuen Museums
1915 : Einweihung der Landesbibliothek
1915 : Eröffnung Genesungsheim für Offiziere der verbündeten Länder mit Sitz im Kurhaus
1915 : Feier des Geburtstages von Kaiser Franz Josef I. von Österreich-Ungarn im Kurpark
1917 : "Steckrübenwinter"
1918 - 1925 : Französische Besatzung
ab 1918 : die Rheinterrassen in Biebrich dienen den Franzosen als Casino
1918 : ein Arbeiter- und Soldatenrat übernimmt die Gewalt vom im November und Dezember
1918 : das Hoftheater wird zum Nassauischen Landestheater
1918 : im November Rückkehr der geschlagenen Truppen und kurz darauf Eintreffen der ersten französischen Besatzungssoldaten
1919 : Der Separatist Adam Dorten sroklamiert eine Rheinische Republik und ruft zu Arbeitsausschüssen auf; nach Proteststreiks der Arbeitnehmer scheitert der Aufruf am Widerstand der Bevölkerung
1918 : französische Truppen marschieren in Wiesbaden ein, das zum besetzten Rheinland gehört
1919 : Friedensfeier auf dem Schloßplatz auf Anregung der franz. Kommandantur
1919 : Errichtung des Goethedenkmals am Museum
1919 : Der Industrielle Otto Leverkus stiftet in der Erinnerung an seine im 1. Weltkrieg gefallenen Söhne Afred und Erich dem Nassauischen Krüppelfürsorgeverein eine größere Summe, von der die Klinik Alfred-Erich-Heim mit 80 Betten unter der Leitung von Dr. Guradze erbaut und eröffnet wird
1920 : Dr. Carl Hermann Rauch wird Kurdirektor
1920 : das Nassauischen Landestheater wird zum Preußischen Staatstheater
1920 : die Rheinhütte beginnt mit der Herstellung von Pumpen
1921 : Gründung "Volkshochschulbundes Wiesbaden und Umgebung e.V."
1921 : Treffen von Wiederaufbauminister Walter Rathenau und seinem französischen Kollegen Louis Loucheuer im Nassauer Hof und Abschluss des „Wiesbadener Abkommens“ zwischen Deutschland und Frankreich über die deutschen Reparationsverpflichtungen
1921 : Beschlagnahmung von Hotels durch die Franzosen
1921 : Alexej von Jawlensky zieht nach Wiesbaden
1921 : 1. Deutsches Mahlerfest unter der Leitung von Carl Schuricht
1921 : 4. Brahmsfest der Deutschen Brahms-Gesellschaft in Wiesbaden
1921 : es fehlen ca. 2000 Wohnungen
1922 : Söhnlein ändert den Namen in "Söhnlein Reingold AG"
1922 : Residenztheater in der Luisenstraße als Kleines Haus
1921 : Elisabeth Güntzel gründet das Privatmusiklehrerseminar
1922 : das Residenztheater als Kleines Haus mit dem Großen Haus zum Staatstheater zusammengefasst und 1935 in das Gebäude des Staatstheaters verlagert
1922: Tod des Brotfabrikaten, Stadtältesten und Lokalpolitikers Wagemann
1923 : Die Klinik Alfred-Erich-Heim wird um 25 Betten erweitert
1923: Umbenennung der Metzgergasse in Wagemannstr.
1923 : Carl Schuricht wird Generalmusikdirektor des Städtischen Cur- und Sinfonieorchesters
1923 : Großfeuer im Staatstheater
1923 : die Stadt hat fast 10000 Arbeitssuchende
1923 : Großbrand im Staatstheater und anschließender Wiederaufbau
1923 : Bombenexplosion mit Sachschaden im Hauptbahnhof aus Protest gegen die französische Besatzungsmacht
1923 : neuer Versuch der Separatisten mit Ausrufung der "Rheinischen Republik" scheitert
1923 : Schwarzer Freitag in Biebrich (30.11.2923); Demonstration und Sturmversuch des Biebricher Rathauses mit Toten und Verletzten
ab 1923 : Verbindung der Wiesbadener und Biebricher Wasserleitungsnetze
1924 : Umbenennung der heutigen Wiesbadener Volksbank in "Wiesbadener Bank eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftung"
1924 : der Großteil der französischen Truppen verläßt zum Jahresende das rechte Rheinufer
1924 : Einweihung Bauarbeiterdenkmal von Carl Wilhelm Bierbrauer im Rheingauviertel
1925 : am 1. Januar 1925 übernehmen englische Truppen die Besetzung
1925 : 102.737 Einwohner
1925 : Ende Dezember wird Wiesbaden Sitz des Hauptquartiers der englischen Rheinarmee und Sitz der Internationalen Rheinland-Kommission und damit zum wichtigsten Platz im verbliebenen Besatzungsgebiet
1925 : Kurkonzerte unter Carl Schuricht werden im Rundfunk übertragen
1925 : Glücksähnliche Spiele im Kurhaus (bis zum Verbot 1927)
1925 : August Kortheuer wird als Landesbischof in der Marktkirche eingeführt
1926 : Eingemeindung von Biebrich, Schierstein, Sonnenberg und damit erstmals Zugang zum Rhein
1925 : Einrichtung einer Wöchnerinnenstation im Josefshospital


1926 : Rennen rund um den Neroberg (bis Anfang der 30er Jahre)
1927 : Billionenraub nach Überfall der Druckerei Ritter und auf Geldtransporter durch Separatisten
1927 : Konzession für den zivilen Flughafen Erbenheim


1927 : Omnibuslinie Igstadt – Bierstadt - Breckenheim
1927 : Gründung Wiesbadener Reit- und Fahrclub
1927 : 1. Maifestspiele nach dem Krieg
1928 : Eingemeindung von Bierstadt, Dotzheim, Erbenheim, Frauenstein, Georgenborn (ausgemeindet 1938), Heßloch, Igstadt, Kloppenheim, Rambach
1928 : Eröffnung der Milchkur in der Wilhelmstraße durch Alex Wagner
1929 : die literarische Gesellschaft lädt Kurt Tucholsky zu einem Vortrag in die Casino-Gesellschaft ein ("Wiesbadener Skandal"); Tucholsky entschließt sich, Deutschland zu verlassen
1929 : die 40-jährige Konzession der betriebsführenden Süddeutschen Eisenbahngesellschaft (SEG) läuft aus und wird dann von den neu gegründeten städtischen Verkehrsbetrieben fortgeführt
1929 : mit Ausnahme der Linie Bierstadt-Dotzheim wird der Straßenbahnverkehr eingestellt und auf Omnibusse umgestellt (u.a. Linie 1 ins Nerotal)
1929 : Eröffnen des Flughafens Erbenheim
1929 : Reitturnier des Wiesbadener Reit- und Fahrclubs am Kleinfeldchen
1929 : Schachweltmeisterschaft zwischen Alexander Aljechin und Jefim Bogoljubow im Paulinenschlößchen
1930 - 1931 : Reitturniere des Wiesbadener Reit- und Fahrclubs auf dem Flugfeld in Erbenheim
1930 . Das Josefshospital besitzt 120 Betten, 4 OPs und eine Krankenhauskapelle
1930 : im Juni endet die Besatzungszeit der Engländer mit Abzug der 19. Feldartilleriebrigade, des 8. englischen Husaren-Regiments, des Royal Welsh Fusilier Bataillons und des Prince Wales Volunteers Bataillons; Abzug des zum Schutz der Internationalen Rheinland-Kommission stationierten französischen Ehrenbataillons
1930 : Innerhalb von 6 Wochen wird das "Stadion der Zehntausend" Unter den Eichen für die Rheinlandbefreiungsfeier errichtet.
20.7.1930 : das Luftschiff LZ 127 Graf Zeppelin fliegt über Wiesbaden; Reichspräsident von Hindenburg kommt per PKW aus Mainz und fährt durch Biebrich über den Hauptbahnhof zum Kurhaus, wo ein Festakt stattfindet; anschließend führt sein Weg weiter zum Festplatz Unter den Eichen; Hindenburg weiht das dort das "Stadion der Zehntausend" ein, das den Namen "Hindenburg-Kampfbahn" erhält; in seinem Beisein und 12000 Zuschauern findet das Rheinisches Befreiungsfest mit der Aufführung des Weihespiels "Deutschlands Strom" mit 2500 Mitwirkenden statt; nach der Veranstaltung verläßt Hindenburg Wiesbaden in Richtung Eltville; das Festspiel wird auch am 19. und 21.7.1930 aufgeführt.
1930 : Gründung Kraftwerke Mainz-Wiesbaden (KMW)
1930 : Igor Stravinsky dirigiert das Kurorchester
1931 : Brahmsfest in Wiesbaden
1932 : Errichtung des Goethesteins beim Hof Nürnberg zum 100. Todestag von Goethe
1932 : Stiftung der Goethewarte am Geisberg zum 100. Todestag von Goethe durch den Wiesbadener Kur- und Verkehrsverein
1932 : Eröffnung der Reisinger-Anlage durch eine Stiftung von Hugo Reisinger
1932 : Der Platz Unter den Eichen wird vom Wiesbadener Reit- und Fahrclub übernommen und das Geländes zum Reitgelände umgebaut; dort finden 1932 - 1939 Reitturniere statt
1932 : Auftritt der Comedian Harmonists im Kurhaus
1933 : 159.75 Einwohner
1934 : Enthüllung des Oranierdenkmals auf dem Luisenplatz durch Hermann Kaiser
1934 : 1. Deutsche Vorbereitungsprüfung Military für Olympia 1936 durch den Wiesbadener Reit- und Fahrclub
1934 : Eröffnung Opelbad durch eine Stiftung Georg von Opels in Höhe von 100 000 Mark
1934 : Schloß Biebrich und der Schloßpark werden an den preußischen Staat verkauft
1934 : Erklärung zur Notstandsgemeinde
1934 : Tonkünstlerfest des Allgemeinen Deutschen Musikrates
1935 : das Residenztheater (Kleines Haus) wird in der Luisenstr. aufgegeben und in das Gebäude des Staatstheaters verlagert
1936 : Wiesbaden wird wieder Garnisonsstadt
1936 : Übername des Flughafens Erbenheim durch die Luftwaffe
1937 : Martin Niemöller hält in der Marktkirche die letzte Rede vor seiner Verhaftung in Berlin.
1937 : Einweihung der Herbert-Anlage durch eine Stiftung von Adam Herbert
1937 : Umgestaltung der "Alten Kollonade" zur "Brunnenkolonnade" (heute Kurhauskolonnade)
1848 : Umbenennung des Cäcilienvereins in Chor der Stadt Wiesbaden)
1938 : Zerstörung der Synagogen auf dem Michelsberg, in der Friedrichstraße, Bierstadt, Biebrich und Schiestein
1939 : 191 955 Einwohner
1939 : Pfingstreitturnier Unter den Eichen mit 440 Pferden und 1700 Nennungen
1942/1943 : Deportationen jüdischer Einwohner und Sinti
1944 - 1945 : KZ-Aussenkommando Unter den Eichen des SS-Sonderlagers Hinzert/Hunsrück (seit 1991 Gedenkstätte)
Obwohl Wiesbaden im II. Weltkrieg ohne großflächige Zerstörungen geblieben ist, kamen bei zahlreichen Luftangriffen etwa 1600 Menschen ums Leben.

Am 2./3. Februar 1945 erfolgten die schwersten Bombardierungen vorwiegend in der Innenstadt und im Kurviertel:
Ca. 600 Menschen sterben und ca. 28.000 Menschen werden obdachlos
Besonders zerstört bzw. beschädigt wurden u.a. der Festsaal des Kurhauses, Brunnen- und die Theater-Kolonnade, Teile des Wiesbadener Theaters, Residenztheater in der Luisenstraße, Paulinenschlösschen, 16 Hotels wie z.B. Kaiserhof, Hotel "Vier Jahreszeiten", Viktoria-Hotel und Hotel Quisana, Rathaus, Lyzeum am Schloßplatz, Polizeipräsidium, kaiserliche Empfangshalle des Hauptbahnhofes.
Am 28. März 1945 kommen die alliierten Streitkräfte nach Wiesbaden
Trotz der Zerstörungen im Krieg ist heute das Stadtbild gut erhalten; es gibt insbesondere viele Villen und Gebäude im Stil des Historismus, Klassizismus und Jugendstils.




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